Selbst eingeliefert hat sich dieser Altstorch.
Nach mehrtägiger Beobachtung konnte ich die
Zugehörigkeit zu einem Horst im näheren
Umkreis nicht feststellen.
Hätte es sich um einen Brutstorch gehandelt,
wäre ohne menschliche Hilfe, das Gelege bzw.
die Jungen im Horst, ebenfalls Opfer geworden.
Die Jungen wären kläglich umgekommen,
denn ein Elternteil ist nicht in der Lage, seine
Jungen allein aufzuziehen.
2006
auf den ersten Blick scheint alles in Ordnung.
Um nicht von anderen Störchen
bedrängt zu werden, wählte er dieses
Auswilderungsnest im Gehege.
Vermutlich verlor der Storch sein
Bein durch den Anflug an eine Stromleitung.
Anzunehmen ist, dass dieser Unfall längere
Zeit zurück liegt, denn bei einer frischen
Verletzung hängt der abgerissene Teil des
Beines meistens an den Sehnen. In diesem Fall
Fall muß schon ein längerer Leidensweg
vorrausgegangen sein.
2006
eindeutig zu erkennen, der abgetrennte linke Fuß
2006 haben wir davon abgesehen
den Storch einzufangen. Eine Gehegehaltung mit
einem Bein kam aus Tierschutzgründen nicht
in Betracht. So konnten wir ihm auf dem Auswilderungsnest
gezielt versorgen.Wir wollten es dem Vogel ermöglichen,
noch einen schönen letzten Sommer zu verbringen.
Rückkehr am 01.03.2007
Da bin ich wieder, heute am 1.
März 2007 traf ich wieder in der Berner
Storchenstation ein. Meine Reise von Berne ins
Überwinterungsgebiet, ich glaub ich war
in Spanien, dauerte vom 1. August bis heute
, genau 7 Monate.
2007, der Storch konnte sich wesentlich schneller
bewegen als noch im Jahr zuvor.
Ja, ich habe es doch wieder geschafft,
ich werde es den anderen Störchen noch
zeigen.
Ich gebe nicht auf, auch wenn
ich es im Leben nicht gerade leicht habe mit
einem Bein so viele Äste fürs Nest
zusammenzutragen, denn ich möchte meiner
zukünftigen Frau ein ordentliches Nest
zur Verfügung stellen. Ich nehme mein Schiksal
selbst in die Hand und mache das beste daraus.
Die ersten neugieren Damen, es
waren 3, haben mein schönes Nest schon
inspiziert, waren aber alles eingebildete Diven,
die meinten bei mir müsse man die ganze
Arbeit mit den Kindern und so allein machen.
Sollen sie doch weiterziehen. Ich warte auf
die richtige.
Und hier seht ihr
mein Nest,
mit der Frau meiner Träume!
Jetzt schleppen wir gemeinsam
Stöcker, Zweige und Polstermaterial ins
Nest, damit es eine perfekte Kinderstube wird.
Erst fiel es mir ja schwer, mich
mit einem Fuß auf dem Rücken meiner
Partnerin zu halten. Letztendlich haben wir
es doch geschafft, nun sind wir beide in freudiger
Erwartung.
Ich gebe zu, ich brüte am
Liebsten und lasse ihr das aufwendige Nahrungssuchen.
Doch wenn ich laut klappere, dann ist sie sofort
zur Stelle und wir verteidigen gemeinsam unser
Reich.
Fortsetzung folgt......